Lehre des Islam

Glaube und Pflicht

Die Lehre des Islam umfasst im Wesentlichen die Elemente des Glaubens (imam) und der Pflicht (din). Der Historiker Sir Norman Anderson führt aus:

„Glaube und Pflicht des Islams werden bestimmt durch die grössten Zweige der muslimischen Lehre, Theologie und Gesetz…. Islamische Theologie (meist „tawhid“ genannt nach der Hauptdoktrin des einzigen Gottes) umschreibt alles, was der Mensch glauben darf, während das Gesetzt (shari’a) festlegt, was er tun darf. Sakramente oder eine Priesterschaft gibt es nicht. Ausser bei den Sufis (die eigenen „Gesetze“ haben), kennt der Islam nur das Preisen Allahs und die Lehre durch Muslime, die sich selbst als kompetent erklären oder durch andere Muslime als kompetent anerkannt werden als Lehrer für Theologie oder Gesetz.“

Qur'an

Die Grundlage der Doktrin des Islam ist im Qur’an (Koran) beschrieben. Der arabische Gelehrte Boa beschrieb die Rolle des Qur’an im Leben der Muslime so:

„Der Koran ist die grundlegende Schrift des Islam. Er hat etwa 4/5 der Länge des Neuen Testamentes und ist in 114 surahs (Suren, Kapitel) unterteilt. Teile davon wurden von Mohammed geschrieben, der Rest wurde aus dem Gedächtnis nach seinen Worten und nach seinem Tod von seinen Schülern aufgeschrieben.

Über die Zeit nach dem Tod Mohammeds wurden weitere seiner Aussagen und Aussagen seiner ersten Schüler aufgeschrieben. Diese werden in der „hadith“ Tradition zusammengefasst. Die Hadith ist mit dem jüdischen Talmud vergleichbar und begleitet den Qur’an.“

Für Muslime ist der Qur’an das Wort Allahs. Er bildet die Entscheidungsbasis für alle Dinge des Glaubens und des Lebens. Inhaltlich werden die Aussagen Muhammad zugeschrieben. Die Suren sind nach Länge geordnet, die längeren vorn, die kürzeren hinten im Buch.

Die muslimischen Strömungen haben mit dem Qur’an die gleichen Probleme, wie Christen mit der Bibel insofern, als dass eine Diskussion begann und noch läuft, wie der Qur’an „inspiriert“ wurde. Teile der muslimischen Lehrer glauben nicht an völlige göttliche Inspiration und daran, dass wortgetreu alles Gottes Wort sei; die orthodoxen Strömungen glauben daran, dass Buchstaben für Buchstabe alles Gottes Wort sei.

Fünf Grundsätze des Glaubens    (nach oben)

Von allen Muslimen wird verlangt, dass sie die Fünf Grundsätze des Glaubens befolgen: 

1.  GOTT: es gibt nur einen Gott und sein Name ist Allah. Allah ist allwissend, allmächtig und alleiniger Richter. Allah ist aber kein naher Gott, sondern so weit über den Menschen, dass Menschen Allah nicht persönlich kennen können.

Trotzdem wird ausgesagt, Allah sei ein liebender Gott, auch wenn ihn kein Mensch kennen kann. Er ist zudem ein gerechter Gott, wobei aber die Liebe vor Gesetz geht. Dennoch ist Allahs Grundregel die Befolgung des Gesetzes, nicht ein Gnadenprinzip. Er regiert nach Macht, nicht nach Gnade. Nur Allah ist die Quelle des Guten UND des Bösen, sein Wille ist allem überlegen.

2. ENGEL: Engel sind grundlegend im Glauben des Islam. Der Erzengel Gabriel habe als hauptsächlicher Bote Allahs die „Nachrichten“ zu Muhammad gebracht. Al Shaytan ist der Satan, vermutlich ein gefallener Engel oder djinn. Djinn sind die Zwitterwesen (ursprünglich im Alten Testament, 1. Mose), die „Engelssöhne“, gezeugt von Engeln und Menschen. Sie können gut oder böse sein. Zudem habe jeder Mensch zwei „persönliche Engel“, einer notiert die guten taten, einer der schlechten

3. DIE SCHRIFT: Nach islamischen Lehre gibt es vier von Gott inspirierte Bücher: die Torah des Mose, die Psalmen Davids, die Lehre des Jesus Christus (Injil) und den Qur’an. Das mag versöhnlich klingen; der Islam nennt Gläubige dieser Bücher „Anhänger des Buches“. Das Problem dabei ist, das Muhammad alle drei Bücher, ausser Qur’an, als verfälscht, korrumpiert erklärt hat. Er behauptete dann, da ja der Qur’an das „neueste Buch“ sei, müsse der Qur’an dann auch die Wahrheit sein.

4. PROPHETEN: Nach dem Islam hat Gott über die Zeit durch grosse Propheten zu den Menschen gesprochen. Die grössten davon seien Adam, Noah, Abraham, Moses, Jesus und Muhammad. Gemäss der Logik aus Punkt 3 ist natürlich Muhammad der grösste Prophet, da er ja der letzte war. Er erklärte auch, dass nach ihm nun definitiv kein grösserer Prophet mehr kommen könne.

5. DER LETZTE TAG: Dies solle die Zeit der Auferstehung und des Richtens sein. Die Nachfolger Muhammads kommen ins Paradies, welches teilweise wie ein Ort klingt, an dem sexuelle Orgien und Weingelage stattfinden (7 Jungfrauen pro Gläubigen usw.). Die „Ungläubigen“ kämen dann in die Hölle.

Der letzte Tag ist der wichtigste Tag im Leben des Muslim. Tag und Stunde sind Geheimnis, aber 25 Zeichen werden ihn ankündigen. Alle Menschen werden auferstehen; die Bücher der Engel werden geöffnet und Gott als der alleinige Richter wird die taten der Menschen abwägen. Einige werden ins Paradies eingehen, wo sie auf weichen Kissen den Wein trinken werden, der ihnen von den Huris (Jungfrauen) gereicht wird; sie können so viele  Jungfrauen nehmen, wie sie wollen. Andere werden in die Hölle geschickt. Alle müssen durch das euer gehen, aber die wahren Muslime bleiben davon unbeschädigt, die Ungläubigen bleiben aber für immer dort.“

 Es existiert eine später zugefügte sechste Glaubensregel, die meist aber als zu den 5 vorherigen gehörenden Regeln anerkannt wird. Sie ist, so oder so, heute eine sehr zentrale Glaubensregel: der Glaube an Gottes Vorherbestimmung des Menschen und seines Schicksals (kismet). Kismet sagt, dass Gott alles Gute und alles Schlechte vorherbestimmt hat und selbst auch initiiert, das dem Menschen widerfährt. Die unterentwickelte Welt der islamischen Länder entstammt im Wesentlichen von diesem Grundsatz. Dort, wo es den Führern opportun erscheint, wird kismet angeführt, damit die Menschen stillhalten, sich fügen und gehorsam bleiben. Eine wirkliche freie Entwicklung der Menschen zu einem modernen Denken und Tun wird damit verhindert.

Fünf Säulen des Glaubens    (nach oben)

Ferner existieren die Fünf Säulen des Glaubens, die jeder Muslim befolgen muss. Sie lauten:

1. Das Credo (Kalima): “Es gibt keinen Gott ausser Allah, Muhammad ist der Prophet Allahs”. Dies ist der Grundstein des islamischen Glaubens. Dies muss öffentlich laut aus eigenem Munde verkündet werden, um Muslim zu werden. Es muss dann, gebetsmühlenartig, immer wieder rezitiert werden.

2.das Gebet (salat): das Gebet ist vollkommen ritualisiert und vorgeschrieben und besteht in der Hauptsache in devoter Unterwerfung; Gebet wird nicht als Kommunikation zwischen Gott und Mensch verstanden; da es keinen persönlichen Gott gibt, kann solche Kommunikation auch nicht stattfinden. Boa kommentierte:

„…Salat muss fünf Mal am Tage erfolgen. Der Anbeter muss vorgeschriebene Gebete rezitieren (die erste Sure und andere ausgewählte Suren), in arabischer Sprache und gen Mecca (genauer in Richtung der Ka’aba) gerichtet, das Stehen, Knien, Hinlegen ist ebenso vorgegeben. Der Ruf zum Gebet soll durch einen „Rufer“ (Müezzin, „mü’edin“) erfolgen.

 

3. Almosen geben (Zakat): Muhammad, selbst Waise, hatte grosses Bedürfnis den Armen zu helfen. Ursprünglich sollte das Geben von Almosen freiwillig sein, vom Herzen kommend. Daraus wurde von dann aber eine ritualisierte Pflichtübung gemacht; Muslime sollen 1/40 des Einkommens an Arme spenden. Zusätzliche freiwillige Spenden sind erwünscht.

4. Fasten (Ramadan): Gläubige fasten vom Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, abends können sie dann essen, soviel sie wollen… Dies soll Selbstbeherrschung und Hingabe an Gott steigern. Im Sonnenschein sind weder Esse, noch Trinken, Sex oder Tabakgenuss erlaubt. Die meisten Muslime nehmen vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang recht üppige Mahle zu sich, so dass echtes Hungern nicht erfolgt.

5. Pilgerreise (Hajj): Jeder Muslim soll einmal im Leben eine Pilgerfahrt durchführen. Für alte Menschen oder Kranke ist dies recht anstrengend; teilweise senden Muslime andere Muslime an ihrer Stelle… Diese Reise sei wichtig für die Erlösung. Ziel der Reise ist die Ka’aba, um die herum sich die Pilgerreise dreht.

Es wurde dann eine sechste Säule den fünf genannten zugefügt: der “jihad” oder Heilige Krieg. Dies war ein rein politisches Manöver zu seiner Zeit, dass am meisten missbrauchte Element des Islam. Es wurde ein religiöser Mantel darum gepackt. Zunächst war vorgesehen, dass Jihad sich auf geistlichen Kampf beziehen sollte, ähnlich des „Ganzkörper-Gottesdiensts“ der Juden bzw. wie von Paulus im Neuen Testament beschrieben.

Der Jihad wurde dann aber umgemünzt. Auf Befehl der Führer des Islam soll jeder Muslim mit Gewalt und Krieg den Islam verbreiten oder „verteidigen“. Dieses Prinzip ist heute die grösste Bedrohung der frechen Menschheit. Der Jihad war das Mittel der Islamisierung fast seit Beginn des Islam. Islam wurde quantitativ mit dem Schwert verbreitet. Das Prinzip „Zuckerbrot und Peitsche“ ist dabei bis heute die Grundlage.

Kultureller Ausdruck   (nach oben)

Wie im Judentum und dem Christentum wurde sehr bald der Islam mit der gesamten Kultur vermischt. Zusammen mit der tief verwurzelten arabischen Tradition einer Obrigkeitshörigkeit und ungeheuren Unterwürfigkeit gegenüber der eigenen Führer, die aus einer Angst vor Repression resultiert, ist die islamische Tradition nicht von den Menschen zu trennen.

Sehr klug wurden von Beginn an die Menschen zum Gebrauch der arabischen Sprache gezwungen, und somit wurde ein einigender Faktor erzeugt. Islam ist im Grunde keine Religion, sondern eine Politik mit religiösem Anstrich. Diese Taktik sollte von Beginn an, mit „Zuckerbrot und Peitsche“ durchgesetzt, eine Identifizierung der Muslime untereinander und miteinander erzeugen. Geschickt wurde die Kunst eingesetzt, um (wie im Europa des Mittelalters) den Menschen Hochachtung abzufordern, um den Menschen ein (wenn auch naives) Selbstbewusstsein zu geben, vor Allem aber, um eine Identität der Muslime miteinander zu formen; die vielen Völker, die zum Islam gezwungen wurden, waren vielfach Stamme und Nomaden, die gar keine wirkliche Kultur im Sinne von Kunst oder Schrift hatten. Mit simplen Methoden wurde so eine kulturelle Identität künstlich geschaffen und nötigenfalls mit Gewalt durchgesetzt.

Auf diese Weise ist die Gesamtheit der Muslime leichter manipulierbar; es wird heute vielfach behauptet, "der teuflische Westen" wolle den Islam unterdrücken. Das ist natürlich dumm und falsch; nirgendwo spriessen so viele Moscheen und "Kulturvereine" aus dem Boden, wie gerade im Westen. Die islamistischen Führer missbrauchen den naiven Glauben zu propagandistischen Zwecken.  Dies zeigt sich gerade heute weltweit wieder.

Zur Verbreitung des Islam wurde neben dem Schwert die Familie eingesetzt. Heirat wurde quasi per Gesetzt vorgeschrieben, selbst für Eremiten. Muhammad verlangte von Muslimen die Welt mit Nachkommen zu überfluten, Männer sollen so viele Frauen wie möglich haben, und dürfen zudem so viele Konkubinen haben, wie sie wollen.

Der Vorgang der Hochzeit wird ritualisiert hochgelebt und gross gefeiert, Treue zum Ehepartner (das gilt natürlich nur für Männer) ist dagegen von kleinem Belang. Männer können sich auch jederzeit und praktisch ohne Grund scheiden lassen, mit Berechtigung durch die islamische Tradition. Frauen haben diese Möglichkeit fast nicht und würden sich auch körperlicher Gewalt ausgesetzt sehen. Ehe und Familie wird nicht durch Liebe und Zuneigung geprägt. Frauen und Kinder werden gegängelt und Familienfragen wie Gefühle, Gleichberechtigung, Treue, Liebe gar nicht diskutiert. In muslimischen Familien bestimmt der Mullah durch den Ehemann.

Als Begründung für dieses Verhalten wird u.a. die Sure 4:31 zitiert:

„Männer sind höher gestellt, als Frauen, weil Allah Männer höher bewertet, als Frauen und weil Männer ihren Reichtum für Frauen aufopfern, um sie zu versorgen. Deshalb sind gute Frauen gehorsame Frauen, die sich um die unsichtbaren Dinge kümmern (gemeint ist Haushalt und derlei), weil Allah sich um sie kümmert. Frauen, von denen du Ungehorsam fürchten musst, züchtige und schlage sie; sind sie dann wieder gehorsam, handle nicht weiter gegen sie.“

Dieses Fenster schliessen