Geschichte des Islams

Der islamische Glaube ist die treibende Kraft im Leben vieler Muslime im Nahen Osten, Afrikas und Asiens. Die Folgen dieses Glaubens und daraus resultierenden Handelns haben zunehmend weltweit Einfluss auf die ganze Welt. Die Islamisierung nimmt weltweit stetig zu; damit verbunden ist in allen betroffenen Ländern die Zunahme von Gewalt und Terror. Jüngstes Beispiel ist Südafrika, wo mit der Islamisierung auch eine zunehmende Unterdrückung anders denkender Menschen, bis hin zu Erpressung, Totschlag und Mord einhergehen.

Die frühe Phase des Islam drehte sich hauptsächlich um eine Person: Muhammad.

Muhammad

Muhammad wurde um das Jahr 570 n.C. in der Stadt Mecca geboren, dem heutigen Saudi-Arabien. Sein Vater verstarb vor der Geburt Muhammads. Seine Mutter starb, als er sechs Jahre alt war. Er wurde zunächst von seinem Grossvater, später von seinem Onkel aufgezogen. Der Familienhintergrund ist historisch ansonsten nicht belegt. Manche Quellen behaupten, Muhammad stamme aus gutem Hause, andere sagen das Gegenteil. Mit 25 Jahren heiratete er dann eine etwa 40jährige Witwe namens Khadijah. Der Historiker Anderson schrieb:

„Es gibt gutbezeugte Belege, denen absolut Glauben geschenkt werden kann, welche aussagen, dass Muhammad in früher Kindheit an epileptischen Anfällen litt. Sicher ist, dass er in späteren Jahren einen starken religiösen Eifer entwickelte. Er zog sich in Höhlen zurück, lebte als Eremit und fastete lange Zeit. In dieser Verfassung hatte er dann Halluzinationen, die dann als „Visionen“ umschrieben und verklärt wurden.

Muhammad wurde zutiefst unzufrieden mit der Vielgötterei und dem Aberglaube seiner Umgebung in Mecca. Er wurde überzeugt von der Existenz eines allmächtigen einzigen Schöpfergottes. Wie stark dabei Muhammad von Schriften des Judentums und Christentums beeinflusst war, lässt sich nicht bezeugen, auch nicht das Gegenteil.

Sicher ist aber, dass das Christentum sehr stark verbreitet war in ganz Arabien und Ägypten. Byzantinische christliche Eremiten waren häufig in der Region um Mecca anzutreffen. Zu der Zeit gab es ferner eine starke jüdische Gemeinde in al Madina. Anhand der Äusserungen und Lehren Muhammads, die stellenweise wie abgeschrieben aus Talmud, Thora und Bibel klingen, ist es sehr stark anzunehmen, dass Muhammad anfangs den Lehren dieser Religionen nachging.“

Der Ruf   (nach oben)

Etwa mit 40 Jahren soll Muhammad dann seine “Visionen” gehabt haben, welche im Wesentlichen im Qur’an (Koran) festgehalten sind. Er selbst war nicht davon überzeugt, dass es tatsächlich göttliche Visionen waren; er zog in Betracht, dass es dämonische Visionen waren. Seine Umgebung, zunächst seine Frau, überzeugten ihn davon, dass es göttliche Eingebung sein müsse. Ein reicher Geschäftsmann namens Abu Bakr entdeckte Muhammad und seine neue Lehre, und damit begann der Aufstieg Muhammads und des Islam.

In der „Cambridge History of Islam“ ist kommentiert:

„Parallel zu den „Visionen“ erhielt Muhammad „Nachrichten“ oder „Offenbarungen“ von Allah, der einzigen Gottheit. Manchmal soll er Worte gehört haben, die zu ihm gesprochen wurden, manchmal „spürte“ er diese Worte auch „in seinem Herz“. Wie immer die Art und Weise wie diese Worte an Muhammad gerichtet waren, derer es gemäss der Nachfolger Muhammads mehrerer gab: Tatsache ist, dass Muhammad diese „Botschaften“ nicht bei Verstand und Bewusstsein vernahm. Er behauptete aber, dass er in der Lage gewesen sei, nach eigenem Gutdünken zwischen Verstand und eigenem Denken und diesen „Visionen“ zu unterscheiden.

Die Nachrichten kamen zunächst in kurzer Form von ausserhalb der verstandesgemäss erfahrbaren Welt, in Form von Versen oder Reimen. Diese wurden dann von Muhammad und seinen Nachfolgern rezitiert und wurden Teil des Gottesdiensts. Bis zu seinem Tod empfing Muhammad in Intervallen immer weiter solche „Nachrichten“ oder „Visionen“.

Gegen Ende seines Lebens wurden diese „Mitteilungen“ immer länger und umfangreicher. Inhaltlich beschäftigten sie dann plötzlich viel mehr mit Politik und sozialem Leben der Muslime in Medina, statt mit eigentlich religiösen Fragen.

Es ist anzunehmen, dass zu Lebzeiten Muhammads Sekretäre diese „Botschaften“ mehr oder weniger komplett aufschrieben. Wie wahrheitsgetreu dies wiedergegeben wurde, ist nicht mehr nachprüfbar.

Hijira    (nach oben)

Die neue Lehre Muhammads stiess auf grossen Widerspruch in Mecca. Muhammad und seine Nachfolger zogen sich in die Stadt zurück, die heute als Medina bekannt ist („Stadt des Propheten“), die ursprünglich Yathrib hiess.

Hijira bedeutet „Flucht“ und sie setzte einen entscheidenden Punkt in der Entwicklung des Islam. Der Beginn der Hijira wird im islamischen Kalender quasi als Beginn des Islams genannt, datiert auf den 16 Juli 622. Danach wäre das Jahr 630 nach Christus das Jahr 8 nach der Hijira gewesen, als Beispiel).

Zu Beginn war Muhammad aufgeschlossen gegen Juden und Christen. Diese lehnten aber beide seine Lehre als Verfälschung der Wahrheit ab. Daraufhin wandte Muhammad sich von Jerusalem als Zentrum ab und verlegte sein eigenes Zentrum nach Mecca. Dort wurde ein Schrein um den berühmten schwarzen Stein gebaut, die Ka’aba, alle anderen Schreine wurden verboten. Die Ka’aba sei angeblich vom Himmel gefallen. Demnach handelt es sich vermutlich um einen Meteoriten, so wie sie vielfach und weltweit gefunden wurden. Muhammad erklärte diesen Stein zum Heiligtum für Allah.

Um seine Vorherrschaft zu festigen, liess Muhammad Gegner seines Glaubens kurzerhand töten. Die Stämme, bis in weite Ferne von Mecca, wurden gezwungen mit Erpressung und Mord sich dem neuen Glauben zu unterwerfen. Unter dem Deckmantel des Islams versuchte Muhammad Arabien politisch zu vereinigen, um sich zum Herrscher aufzuschwingen. Sein plötzlicher Tod in 623 verhinderte seinen persönlichen Triumph. Mit Gewaltmitteln wurde der Islam aber weiterhin extrem aggressiv schnell mit dem Schwert verbreitet, wenn sich jemand gegen die Konvertierung wehrte oder widersprach.

Nach Muhammads Tod    (nach oben)

Der plötzliche Tod verhinderte zeitlich, dass Muhammad ausführliche Details für die Nachfolger hinterliess, wie in Zukunft zu verfahren sei. Der bis heute dauernde Kampf der Fraktionen des Islam um die Vorherrschaft begann. Damals begann die Hauptauseinandersetzung zwischen den zwei Parteien, die zum einen verlangten, ein gewählter Kalif soll Führer sein, während die andere Seite nur Erbnachfolger Muhammads, durch Muhammads Schwiegersohn Ali (verheiratet mit der einzigen Tochter Fatima), akzeptieren wollten.

Auch hier, bis heute, zeigte sich rasch, dass die „Religion“ Islam in erster Linie als Machtmittel weltlicher Politik benutzt wurde.

Sunnis

Es gab aber auch religiöse Kämpfe. Es entwickelten sich vier orthodoxe Strömungen des Islam. Alle vier akzeptierten den Qur’an, die Sunna (Anweisungen des Propheten, wie in der Hadith beschrieben, Traditionen), und das islamische Gesetz, die Shari’a, bestehend aus Qur’an, Hadith, Ij’ma (Konsens der muslimischen Gemeinde) und Q’yas (analogische Begründungen, Auslegungen).

Die vier Strömungen wurden dann Sunniten genannt.

Shi'a

Der vierte Kalif nach Muhammad war einer der frühen Nachfolger Muhammad, zusammen mit Schwiegersohn Ali. Er wurde von Mu’awiya ermordet, welcher sich kurzerhand selbst zum fünften Kalifen erklärte.

Ali selbst, seine Söhne und auch Enkelsöhne wurden alle ebenfalls ermordet. Mord und Totschlag begleiteten also bereits die frühe Phase des Islams. Es hatte sich durch Ali und seine Erbfolge die „Partei“ (Shi’a) gebildet, die wichtigste Gruppe der Muslime, die an die rechtmässige Erbfolge allein glaubten. Anhänger davon heissen Shi’iten; diese sind heute im Iran tonangebend.

Andere Fraktionen des Islam verurteilen die Shi’iten als schuldig an der Teilung des Islam. In einer pervertierten Anschauung wird diese Ansicht aber unterdrückt, weil die Wurzeln der Shi’a bis ganz an den Beginn reichen. So wird weitgehend eine Art Anerkennung und Verurteilung zugleich ausgeübt.

Sufis

In allen menschengemachten Religionen, wie auch dem Islam,  wird Gottesdienst zu einer reinen Tradition, Regeln und Gesetzen unterworfen, rein mechanisch, “gebetsmühlenartig”. Gott selbst wird zum Gegenstand, der auch den Regeln unterworfen wird. Der Mensch bestimmt vorab, welches Verhalten Gott gnädig stimmt und welches nicht. Der Mensch sagt zB. etwas in dieser Art: „wenn du 5 Mal nach Osten betest gibt, vergibt Gott dir bestimmte Sünden…“ Belege für die Wahrheit dieser Aussage gibt es nicht.

Eine extreme Form solchen abstrahierten, tranceartigen „Gottesdienstes“ üben die Sufis aus. Diese Bewegung entstand in Erwiderung des orthodoxen Islams in den Tagen der Ummayad und Abbasid Dynastien. Die bekannteste Form dieser Gruppierung wird von den tanzenden „Derwischen“ vertreten. Sie existiert noch heute. Festgelegte Tänze dienen dabei quasi als Gebet, die angeblich von Gott besonders gewürdigt werden.

Viele Sekten sind um den Islam entstanden, die heute bekannteste ist vielleicht die Baha’i Faith.

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